Botschaft der Republik Island - Berlin

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Aussenhandel

Islands Handel ist charakteristisch für eine kleine ressourcenbasierte offene Volkswirtschaft, mit einem beträchtlichen Anteil an Primärprodukten und einer starken Aussenhandelsorientierung. Die Diversifizierung der Exporte ist in den vergangenen Jahren jedoch signifikant vorangeschritten. Importe nach Island sind weit gefächert.

Im Jahr 2004 betrugen die Warenausfuhren ISK 202,373 Mio (fob), die Wareneinfuhren ISK 240,160 Mio (fob). Damit hatte Island wie in den vergangenen Jahren ein Handelsdefizit zu verzeichnen.

Die wichtigsten Handelspartner Islands sind Grossbritannien, Deutschland, die USA und die nordischen Länder. Die EU ist wichtigster Absatzmarkt Islands.

Das Rückgrad der isländischen Wirtschaft und damit auch der Warenexporte sind Fisch und Seafood, mit einem Anteil von 63% der Warenausfuhren und 42% der Gesamtexporte. Mehr als 90% aller Fischexporte gehen in die Länder der EU. Dienstleistungen haben im vergangenen Jahrzehnt an Bedeutung gewonnen und machen mittlerweile 34% der Einnahmen aus ausländischen Währung aus.

Struktur der Warenexporte im Jahr 2004: Fisch und Fischprodukte (ca. 60%), verarbeitete Güter und Waren (ca. 35%), sowie landwirtschaftliche Produkte und andere Güter (zusammen ca. 5%)

Die Wareneinfuhren sind breit gefächert. Struktur der Warenimporte im Jahr 2004: Industriegüter (ca. 25%), Investitionsgüter/ausgenommen Transport (ca.22%), Konsumgüter (ca.18%), Transportmittel (ca.17%), Kraft- und Schmierstoffe (ca.9%), Lebensmittel (ca.8%), u.a.

Der Handel mit Deutschland hat sich im vergangenen Jahrzehnt mehr als verdoppelt. Deutschland ist heute Islands wichtigster Aussenhandelspartner; No. 1 bei den Importen, No. 2 Exportmarkt. Im Jahr 2004 kamen fast 13% aller Wareneinfuhren aus Deutschland; gut 16% aller Warenexporte gingen nach Deutschland (wertmässig). Im Jahr 2004 wurden Waren im Wert von ISK 33,881 Mio (fob) nach Deutschland exportiert. Die Einfuhren aus Deutschland erreichten einen Warenwert von ISK 30,623 Mio (fob).

Die Exporte nach Deutschland basieren auf zwei Säulen; Aluminium (64%) und Fisch und Meeresprodukte (21%, wertmässig). Vor 10 Jahren war dieses Verhältnis umgekehrt. Exporte von Medizin- und Medizinalprodukten nach Deutschland haben sich in den letzten Jahren gut entwickelt und betragen mittlerweile 10% der isländischen Ausfuhren nach Deutschland. Bei den Fischexporten nach Deutschland waren im Jahr 2004 Rotbarsch, Hering und Shrimps die wichtigsten Spezies. Importe aus Deutschland sind breit gefächert und umfassen Konsum- und Haushaltsgeräte, PKW, Maschinen, Kraft- und Schmierstoffe, chemische Produkte, Kartonagen, landwirtschaftliche Erzeugnisse u.v.m.

 

  

 

 


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