Botschaft der Republik Island - Berlin

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Nordische Botschaften

Geschichte

Der Umzug von Bonn nach Berlin und die Teilnahme an einem gemeinsamen nordischen Botschaftskomplex liegt darin begründet, dass das Königreich Schweden das jetzige Gelände schon seit 1912 (mit Unterbrechungen) innehatte. Als dieses Gelände, dem sogenannten Klingelhöfer-Dreieck, in Berlin-Tiergarten 1990 wieder zur Verfügung stand wurde die Idee der "Nordischen Botschaften" in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt in die Tat umgesetzt und man initiierte eine Architekturausschreibung. Als erster Schritt fand ein internationaler Architekturwettbewerb statt, mit der Zielsetzung, ein Konzept für ein gemeinschaftliches Botschaftsgelände zu entwickeln. Sieger war das Wiener Architekturbüro von Berger und Parkkinen. 1996 wurden fünf nationale Architekturwettbewerbe ausgeschrieben, der sich auf die Gestaltung der einzelnen Botschaften bezog. Am 6. Mai 1997 nahmen die Botschafter der fünf Nordischen Länder - Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden - den ersten Spatenstich für das Gemeinschaftsprojekt vor. Im Jahre 1999 wurde das Bauprojekt dann fertiggestellt.

Konzeption

Die Nordischen Botschaften stehen für historische, kulturelle und wirtschaftliche Verbundenheit, aber auch für deren Individualität. Die fünf geographisch angeordneten Gebäude, getrennt durch Wasserbecken, die die Wasserwege zwischen den einzelnen Ländern symbolisieren, und durch die unterschiedlich definierten Fassaden, stehen im Kontrast zu der (Garten-)Landschaft des Tiergartens. Die Wahl der Materialien und des Designs stehen in enger Verbundenheit nationaler Besonderheiten - Lärchenholz als Verkleidung der finnischen Botschaft, eine Granitmonolith aus Norwegen als Zentrum des Torget (Plaza), Kalkstein aus Schweden, der sich durch das ganze Botschaftsgebäude zieht. Von außen jedoch sind die Gebäude durch ein grünes Kupferband verhüllt und verbunden.

Das Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften, auch Felleshus oder Felleshuset genannt, stellt einen weiteren wichtigen Aspekt der Gesamtarchitektur dar. Die nordischen Länder sind bekannt für Ihre Offenheit und somit ist das Felleshus nicht nur ein Ort für Kultur und Kommunikation, sondern auch für jeden Besucher täglich zugänglich. Mit seinem Auditorium, einem Konferenzraum und Ausstellungsbereichen, einer Kantine und VIP-Räumen, bietet das Felleshus für die unterschiedlichsten Veranstaltungen einen unvergleichbaren Rahmen.

 

 


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